Nach einem Einzug muss die Stromversorgung geregelt werden. Wer keine Anmeldung vornimmt, landet automatisch beim Grundversorger – oft zu höheren Preisen.
Die intelligente Stromplanung beginnt vor dem Einzug – nicht danach. Wer die richtigen Schritte 4–6 Wochen vor dem Einzugstermin einleitet, kann vom ersten Tag an einen günstigen Wunsch-Tarif beziehen statt automatisch in die teure Grundversorgung zu rutschen.
Nutzen Sie die neue Postleitzahl, um Tarife zu vergleichen – verfügbare Anbieter und Preise unterscheiden sich je nach Netzgebiet. Was in Ihrer alten Stadt günstig war, ist in der neuen vielleicht nicht mehr verfügbar. Öffnen Sie einen Vergleichsrechner, geben Sie die neue PLZ und Ihren geschätzten Jahresverbrauch ein und vergleichen Sie Angebote mit und ohne Wechselbonus.
Viele Stromanbieter erlauben die Mitnahme eines laufenden Vertrags an eine neue Adresse. Diese sogenannte Portabilität hat Vorteile: Sie behalten Bonuszahlungen, die noch laufen, und vermeiden Kündigungsfristen. Fragen Sie Ihren aktuellen Anbieter explizit: 'Kann ich meinen Tarif an die neue Adresse mitnehmen – und zu welchen Konditionen?'
Guten Anbietern können Sie mitteilen, dass Sie in 4–6 Wochen einziehen und ab dem Einzugstag beliefert werden möchten. Halten Sie bereit: neue Adresse, geplantes Einzugsdatum, geschätzten Jahresverbrauch (Tipp: ca. 2.000 kWh pro Person). Viele Anbieter bestätigen die Versorgung schon vor dem Einzug – damit beginnt die Belieferung automatisch am Einzugstag.
Ohne vorab abgeschlossenen Vertrag werden Sie automatisch Grundversorgungskunde. Der Grundversorger ist gesetzlich zur Versorgung verpflichtet – Sie werden also nie ohne Strom sein. Aber: Der Grundversorgungstarif ist oft der teuerste im Netz (bis zu 50% über günstigsten Alternativangeboten). Sie können jederzeit – auch sofort nach dem Einzug – zu einem günstigeren Anbieter wechseln.
Für den Vorab-Abschluss bei einem Wunschanbieter brauchen Sie: vollständige neue Adresse (inklusive Etage/Appartement-Nummer), geplantes Einzugsdatum, PLZ des neuen Netzgebiets, geschätzten Jahresverbrauch. Die Zählernummer erhalten Sie erst am Einzugstag – die meisten Anbieter erfragen diese nach dem Einzug nach.
Wenn Sie gleichzeitig aus einer alten und in eine neue Wohnung einziehen, laufen zwei Prozesse parallel: Abmeldevorgang (alte Wohnung, Zählerstand bei Auszug) und Anmeldevorgang (neue Wohnung, Zählerstand bei Einzug). Planen Sie beide Dokumente gleichzeitig: Ein Foto-Nachweis vom Zähler der neuen UND alten Wohnung am jeweiligen Tag.
Als neuer Mieter gelten Sie bei fremden Anbietern als 'Neukunde' – auch wenn Sie in einer anderen Stadt bereits jahrelang Strom bezogen haben. Das eröffnet Ihnen Anspruch auf alle Neukundenboni der Zielregion. Wechsel nach Einzug: innerhalb der ersten 6 Wochen meist noch bonusberechtigt bei allen relevanten Anbietern in der neuen PLZ.
Wer drei Wochen vor dem Einzug vergleicht und bucht, spart vom ersten Tag. Wer es vergisst, zahlt Grundversorgungspreise – und muss danach noch einmal wechseln. Der Aufwand: 15 Minuten Vorbereitung = 12 Monate günstiger Strom.
Ich empfehle immer: Tarifvergleich mit neuer PLZ bereits 4–6 Wochen vor dem Einzug. So vermeiden Sie die automatische Grundversorgung und profitieren vom ersten Tag an von einem günstigen Tarif. Das erspart auch den doppelten Wechsel-Aufwand nach dem Einzug.