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Einwegmiete

Einwegmiete beim Mietwagen: Auto an einem Ort mieten, woanders zurückgeben

Wer für einen Umzug oder eine einseitige Reise kein Auto zurückbringen möchte, kann eine Einwegmiete nutzen – aber das ist nicht überall möglich und fast immer mit einem Aufpreis verbunden.

Die Einwegmiete (One-Way-Rental) erlaubt es, ein Fahrzeug an Station A zu mieten und an Station B zurückzugeben. Das klingt praktisch – ist aber nicht für jede Strecke, jeden Anbieter und jedes Zielland verfügbar.

Wann ist eine Einwegmiete sinnvoll?

Einwegmieten sind besonders nützlich für einseitige Umzüge, Reisen ohne Rückfahrplan oder wenn die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln kürzer und günstiger wäre als der Umweg mit dem Mietauto. Wer von Hamburg nach München zieht und das Auto in München abgibt, spart Zeit und Kraftstoff für den Rückweg.

Aufpreis: Was kostet die Einwegmiete?

Fast alle Anbieter berechnen für Einwegmieten einen Aufpreis (Drop-Off-Fee), der je nach Strecke und Anbieter stark variiert. Für eine Fahrt zwischen zwei deutschen Großstädten liegt er oft bei 50 bis 150 Euro zusätzlich. Internationale Einwegmieten (z. B. von Deutschland nach Österreich oder in die Schweiz) können erheblich teurer oder gar nicht angeboten werden.

Verfügbarkeit: Nicht jede Kombination ist möglich

Nicht jede Start-Ziel-Kombination ist als Einwegmiete buchbar. Anbieter steuern das Angebot je nach Flottenbedarf. Manchmal ist eine bestimmte Route bei einem Anbieter nicht verfügbar, bei einem anderen aber sehr günstig. Vergleichen Sie konkret für Ihre Strecke.

Alternative: Günstige Relocation-Deals

Einige Anbieter vergünstigern Einwegmieten auf bestimmten Strecken bewusst, weil sie die Flotte umverteilen müssen. Solche "Relocation"-Angebote können sehr günstig sein – manchmal für wenige Euro pro Tag. Suchen Sie gezielt danach, wenn Ihre Route und Ihr Zeitplan flexibel genug sind.

Wann lohnt sich eine Einwegmiete?

Die Einwegmiete eignet sich besonders für Umzüge in eine andere Stadt, Reisen mit Einbahncharakter (z. B. Urlaub auf einer Route ohne Rückweg), oder wenn der Zielort keine günstige Rückreise per Bahn oder Flug bietet. Die Einweggebühr kann mehrere hundert Euro betragen – ein Gesamtkostenvergleich mit Alternativen ist wichtig.

Anbieterauswahl bei Einwegmieten

Nicht alle Mietwagenunternehmen bieten Einwegmieten an. Große internationale Ketten (Europcar, Hertz, Sixt, Avis) haben in der Regel Einwegmieten zwischen deutschen Großstädten im Angebot. Überprüfen Sie beim Buchungsabschluss, ob der Zielort als Rückgabestation verfügbar ist. Kleine lokale Anbieter bieten Einwegmieten oft nicht an.

Einweggebühr verhandeln

Bei direkter Buchung (nicht über Vergleichsportale) kann die Einweggebühr manchmal verhandelt werden – insbesondere bei langen Mietzeiten oder als Geschäftskunde. Wer viel fährt, kann durch Vertragsverhandlungen feste Einweggebühren vereinbaren. Vergleichen Sie immer Gesamtpreise, da die Einweggebühr im Buchungsformular nicht immer transparent ausgewiesen wird.

Logistik an Zielstation

Prüfen Sie die Rückgabestation am Zielort: Wo liegt sie? Hat sie zum geplanten Rückgabezeitpunkt geöffnet? Gibt es eine Key-Drop-Möglichkeit für Rückgaben außerhalb der Öffnungszeiten? Einige Zielstationen sind klein und haben keine 24/7-Besetzung. Eine unplante Wartezeit am Zielort kann den Reisezeitplan durcheinanderbringen.

Zusammenfassung Einwegmiete

Einwegmieten sind das richtige Mittel für Reisen ohne Rückweg, Umzüge und kombinierte Bahn-/Flug-/Mietwagen-Reisen. Die Einweggebühr ist einzukalkulieren, aber bei richtiger Planung oft wirtschaftlicher als Alternativen. Buchen Sie beim richtigen Anbieter, prüfen Sie die Rückgabestation am Zielort genau und klären Sie alle Logistikfragen vor Reisebeginn.

Planen Sie für Einwegmieten die Rückfahrt eigenständig: Bahn, Flug oder einen weiteren Mietwagen am Zielort. Teilen Sie dem Hauptfahrer mit, ob ein zweiter Rücktransport geplant ist, damit kein Fahrzeug vergessen zurückgelassen wird. Einwegmieten sind besonders sinnvoll in Verbindung mit Bahn-Rückfahrtickets oder wenn der Rückweg auf anderem Weg günstiger ist.

Einweggebühren können in manchen Saisonzeiten stark variieren. In der Hauptreisezeit (Sommer, Feiertage) sind populäre Routen (z. B. Norden nach Süden oder umgekehrt in Urlaubsgebiete) teurer als in der Nebensaison. Ein früher Buchungszeitpunkt und Flexibilität beim genauen Reisedatum können die Einweggebühr reduzieren.

Spontane Einwegmieten (Last-Minute) sind möglich, aber oft teurer als geplante Buchungen. Wer flexibel ist, kann trotzdem sparen: Manche Anbieter bieten Einwegmieten kurz vor Abfahrt günstiger an, wenn Fahrzeuge aus Flottenverteilung an einen anderen Standort gebracht werden müssen. Diese Angebote sind selten, aber attraktiv wenn sie passen.

Mehrere Fahrer bei der Einwegmiete sinnvoll: Wer eine lange Einwegstrecke von mehr als vier Stunden plant, sollte wenn möglich einen Zusatzfahrer einschreiben. Das erlaubt Ablösung am Steuer und verteilt die Fahrtbelastung. Gerade bei Nacht- oder Streckenfahrten von über 400 Kilometern ist geteiltes Fahren sicherer und weniger ermüdend.

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